Grüne Wege – auf den Spuren Wallensteins

Wir Grünen engagieren uns dafür, Natur und Kultur in Mittelfranken einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Im Rahmen der „Grünen Wege – Ausflüge zu interessanten Zielen in Mittelfranken“, die dieses Jahr unter dem Motto „zu mittelfränkischen Kulturschätzen 2018“ standen, luden die Grünen am Sonntag, den 24.06.2018 nach Zirndorf ein. „Rund um die Alte Veste in Zirndorf begeben wir uns auf die Spuren Wallensteins, als er im 30jährigen Krieg gegen den Schwedenkönig Gustav Adolf kämpfte.“

Im Stadtmuseum konnten die Besucher sich anhand eines detailgenauen Diaramas von der Größe des Wallensteinlagers – von Zirndorf bis zur Petershöhe –  beeindrucken lassen. Original getreue Arbeits- und Kriegsgeräte zeugten vom Soldatenleben während des 30jährigen Krieges. Bis zu 80.000 Menschen sollen dort in der Zeit von Anfang Juli bis zur Schlacht am 3. September 1632 gelebt haben. Frau Venus, Stadtführerin im Zirndorfer Museum, erzählte anschaulich aus dem harten Leben der Menschen in und um Zirndorf.

Beim anschließenden Rundgang über die Schanzanlage oberhalb des Altenheims der Diakonie drehten sich die Fragen um die Logistik, die hinter der Materialschlacht zum Schutz des Lagers nötig war. Angeblich wurde die Außenbefestigung in drei Tagen errichtet.

Zum Abschluss wanderte die Gruppe zum Vestner Turm, von dem aus der Rundblick bis zu den Rändern des damaligen Lagers nochmals die Ausdehnung erkennen ließ. Neben den chronologischen Informationen zur Entstehung des Turms, bereicherten einige Anekdoten von Frau Venus unseren Rundgang.

Wie barrierefrei ist Zirndorf? Begehung der Zirndorfer Innenstadt

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen, Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet werden, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.

Meist denkt man bei „barrierefrei“ an Rampen und Aufzüge statt Stufen für Menschen mit eingeschränktem Gehvermögen. Aber im Rahmen der Inklusion gehört da auch dazu, dass Gehörlose eine entsprechende Schrifttafel und Hinweise bekommen, dass Sehbehinderte durch entsprechende Akustiksignale ihren Weg alleine finden.

Wir Grünen wollten wissen, wie barrierefrei Zirndorf ist und erkundeten mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises, Stefan Beck, rund um das Rathaus und den Marktplatz die Situation vor Ort.

Zusammenfassend stellten wir fest: Zirndorf ist ganz gut aufgestellt, aber es gibt auch viele Verbesserungswünsche spezielle von Geh- und Sehbehinderte sowie für Mütter mit Kinderwägen.

So fehlen am Rathaus Hinweisschilder wie man den Zugang zur Ausgabestelle Gelber Säcke, zum Aufzug im Nebengebäude oder zu den Toiletten findet. Der Behindertenparkplatz hinter dem Rathaus sollte blau gekennzeichnet werden, blau wie das dazugehörige Verkehrszeichen.

Positiv ist das Städtische Museum zu erwähnen, das einen barrierefreien Zugang im Nebengebäude hat. Der Zugang zu den Ausstellungen bleibt ihnen allerdings verwehrt, was auf den Museums-Flyern laut Herrn Beck unbedingt vermerkt werden sollte.

Ganz negativ zu bewerten ist im Moment der Bereich Marktplatz. Die Rampe zur Bachstraße ist zu steil, es fehlen die öffentlichen Toiletten, Stufen sind nicht gekennzeichnet und es gibt keinen barrierefreien Zugang zur Tourist Information.

Positiv hervorzuheben sind auch die „sprechenden Infostellen“ an der Bushaltestelle Fürther Straße/Bahnhof  im Testbetrieb. Es fehlen allerdings ein Dach und eine Bank für die Wartenden. Die Randsteine sollten auch hier abgesenkt werden, für die Neigungsbusse.
Über die Situation am Bahnhof brauchen wir gar nicht berichten. Hier heißt es abwarten, bis eine Gesamtlösung in Sicht ist.

Besuch im Bayerischen Landtag

Verena Osgyan, unsere grüne MdL aus Nürnberg, hat unseren OV am 6.06.2018 zu einem Besuch im Landtag eingeladen. Mit dem Kinderwagen konnten wir zuerst  einmal die Barrierefreiheit des öffentlichen Nahverkehrs in München testen. In unsere Gruppe war auch unsere Sprecherin, Sarah Friedrichs, mit ihrem Baby.
So ein Besuch im Maximilianeum ist immer eine spannende Sache. Politiker ganz nah in den Gängen zu erleben, und die Debatte von der Zuschauertribüne mit zu verfolgen, schafft mehr Nähe zur Politik.